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2007, 136 Seiten, gebunden, deutsch
Vorwort des Autors: Die Schwierigkeit über Robert James Fischer zu schreiben, ergibt sich aus einer schier unüberschaubaren Informationsflut. Über ein und dasselbe Ereignis seines Lebens gibt es eine Vielzahl verschiedenster Darstellungen. Welche aber ist wahr? In den Schriften des französischen Aufklärers, Voltaire, findet man folgenden bekannten Satz: "Die Lüge ist gegenüber der Wahrheit im Vorteil: Sie tritt in vielerlei Gestalt auf, die Wahrheit dagegen nur in einer." Der Leser soll nach Möglichkeit die Wahrheit erfahren und die Würde des Menschen Robert J. Fischer muss gewahrt bleiben. Diesem Anliegen fühlt sich der Autor verpflichtet. Um jeglicher Enttäuschung vorzubeugen, das Niedergeschriebene ist vor allem ein Schachbuch. So werden Ansichten Fischers zu anderen Themen als die des Schachs nur dann genannt, wenn sie im Zusammenhang mit seiner Schachlaufbahn stehen. Ich habe das Buch nicht für Schachhistoriker, sondern für die jüngeren Schachspieler und für Sportinteressierte geschrieben, die mit dem Mythos Bobby Fischer aufgewachsen sind, aber nicht recht wissen, warum über ihn so viel gesprochen und geschrieben wird. Bei ganz wenigen Zitaten Fischers, den meisten aber seiner Zeitgenossen, wurde auf eine sofortige Quellenangabe verzichtet. Diese findet man im Literaturverzeichnis. Im Mai 2006 sorgte bei der Schachweltmeisterschaft der Frauen ein zierliches 12-jähriges Mädchen für Schlagzeilen. Hou Yifan aus China bezwang drei Top-Großmeisterinnen. Die kleine Figurenkünstlerin wurde nach ihrem sportlichen Vorbild befragt: "Mein Vorbild ist der Amerikaner Bobby Fischer." Sehr viele selbsternannte Sportkenner im Lande der Dichter und Denker werden dies nicht verstehen...
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