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2. Auflage 2006, 202 Seiten, Taschenbuch, deutsch
Im Winter des Jahres 1910 steht die Schachwelt kopf. Der in Wien und Berlin ausgetragene Kampf um die Weltmeisterschaft nimmt in der fünften Partie eine unvorhergesehene Wendung. Der als unschlagbar geltende Titelverteidiger Emanuel Lasker, berühmt auch als Gelehrter und Philosoph, ist durch einen Fehler, den sonst nur Anfänger machen, in Rückstand geraten. Ins Schlaglicht des Interesses rückt nun plötzlich der Herausforderer - Carl Haffner. Der bis dahin kaum beachtete Österreicher ist ein Defensivkünstler, ein Meister des Remis. Jetzt bietet sich ihm die Gelegenheit, Lasker die Krone zu entreißen. Die zehnte und letzte Partie muß die Entscheidung bringen... Thomas Glavinic, brillanter Erzähler und glänzender Psychologe, zelebriert die Auseinandersetzung dieser beiden Männer nicht auf den vierundsechzig Feldern zwischen a1 und h8, sondern als das Aufeinanderprallen zweier Lebensauffassungen, zweier unterschiedlicher Charaktere. Sein Roman ist ein kunstvolles psychologisches, soziales und gesellschaftliches Gemälde - eine literarische Königspartie.
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