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Ein illustriertes Denk-Capriccio 2006, 96 Seiten, gebunden, deutsch
Aus dem Vorwort: Für eine Kartei mit einer Ideensammlung möglicher und bereits verwirklichter Kunstwerke, entwarf ich im Jahre 1996 die ersten Schachbrettvariationen. Anfänglich befanden sich diese noch einfachen Erweiterungen links oder rechts, oder links und rechts vom 64 Felderschachbrett.
Schon seit der Kindheit hat mich das Wesen vom Schachspiel fasziniert, wobei das Element vom spielerischen Experiment für mich immer wesentlicher war als das strategische Denken zur Erreichung einer Mattstellung. Ich probierte ungewohnte Eröffnungen, wie zum Beispiel mit den beiden Springern vor der lange Zeit ziemlich geschlossenen Bauernreihe, oder ich versuchte, die Figuren im Spiel so in Stellung zu bringen, wie es mir optisch gefiel. Da ich selten ebenbürtige Mitspieler fand, gewann ich auch meistens mit dieser unüblichen Spielweise. Später, in meiner Ausbildung zum Grafiker-Lithographen war ich einige Mal Gast an geselligen Abenden im Arbeiterschachklub Winterthur. Ich erkannte bald, dass das Spiel mich derart zu beschäftigen begann, dass meine Ausbildung und mein Interesse an der Malerei zuwenig Hinwendung bekommen könnten. Mir glückte keine Synthese, wie Marcel Duchamp es beschrieb: " Wenn auch nicht alle Künstler Schachspieler sind, so sind doch alle Schachspieler Künstler".
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